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Fröhliche Gesichter, glänzende Augen – die Freude der Jungen und Mädchen über das große Jubiläumsfest ihrer Kindertagesstätte „Kinderburg Wiesenzauber“ war zum Greifen nahe. Denn lange mussten sie, die Eltern und Großeltern sowie die Betreuer auf diesen großen Tag warten, bis jetzt endlich das 25-jährige Bestehen gefeiert werden konnte.
Leiterin Carolin Methfessel lieferte einen interessanten Rückblick auf die Geschichte der Einrichtung. Im Januar 1996 war der Umzug der drei Gruppen von der Mauerwiese in den Neubau im Bereich „In den Sauren Wiesen“. Kurz darauf wurde die vierte Gruppe eröffnet, 1999 dann aus dem Kindergarten eine Kindertagesstätte. Seit diesem Zeitpunkt gab es dort auch Mittagessen und Ganztagsbetreuung.
Im Jahre 2002 entstand aus einer der Regelgruppen die Integrationsgruppe, in der seitdem immer wieder Kinder mit besonderem Förderbedarf betreut werden. Seit 2005 werden auch Zweijährige aufgenommen. Fünf Jahre später gab es eine Erweiterung bei den Betreuungszeiten auf 7 bis 17 Uhr. Und die Einrichtung erhielt die erste Plakette für ein „Haus der kleinen Forscher“. Seit 2011 gibt es die Offensive „Frühe Chancen“, im Zuge dessen die Entwicklung des Kindes vom Kita-Eintritt bis zur Einschulung dokumentiert wird.
Ein Jahr später wurde an dieser Stelle mit der „Rasselbande“ die erste Krippengruppe in den städtischen Kitas überhaupt eröffnet. Bis 2014 nahm der „Wiesenzauber“ an der Qualifizierung des Deutschen Jugendinstituts „Offensive sprachliche Bildung und Förderung teil. In diesem Jahr erfolgte auch die Anerkennung als „Konsultationskita“. Auch heute noch ist die Einrichtung eine Sprachkita. „Uns ist es wichtig, die Sprache der Jüngsten zu fördern“, betonte Methfessel.
Derzeit werden in der Einrichtung 71 Jungen und Mädchen im Alter von einem Jahr bis sechs Jahren betreut. Davon sind 41 Ganztagskinder, die dort auch zu Mittag essen und zum Teil auch schlafen. Insgesamt 20 Kindern steht ein Ruheplatz zur Verfügung.
Bunt, lebhaft und fröhlich präsentierten die Jungen und Mädchen anschließend vor dem Gebäude eine Reise um die Welt, bei der alle fünf Kontinente angesteuert wurden. Eine „großartige Aufführung“ freute sich nicht nur Bürgermeister Matthias Möller (parteilos). Sein Dank galt den Erzieherinnen für ihre tolle Arbeit. Und natürlich den Kindern, die so „taff“ die Corona-Zeit durchgestanden haben und nun endlich mit Verspätung verdient das große Fest feiern. Möller versprach der Einrichtung, in Kürze als Geschenk ein gesundes Frühstück zur Verfügung zu stellen. Dank an die Erzieherinnen kam auch vom Elternbeirat mit einem Geschenk, das Vorsitzende Nadine Aptal übergab.
Und während Möller anschließend am Grill Würstchen und Steaks zubereitete, machte sich die große Fest-Gesellschaft daran, die diversen Angebote im „Wiesenzauber“ zu nutzen.
Im Bewegungsraum wurden von den Kindern die Tänze vorgeführt, die sie für die eigentliche Jubiläumsfeier eingeübt hatten. In einer Chronik konnten die Gäste Bilder und Zeitungsartikel aus den vergangenen 25 Jahren in Augenschein nehmen. Auf dem Spielplatz wurden einige Spielstationen für die Kinder angeboten. Auch eine Hüpfburg stand zum Herumtollen zur Verfügung. Und es gab eine große Tombola, für die dankenswerterweise zahlreiche Geschäftsleute Preise gestiftet hatten.
Apropos Geschenke: Helmut Meister, Vorsitzender des Sportkreises Main-Kinzig, und seine Ehefrau Luise kündigten an, bald zahlreiche Spielgeräte der Einrichtung zu übergeben. Der Fundus des nunmehr aufgelösten Sportkreises Schlüchtern mit beispielsweise Ballspielen, Pedalos und einer Weltkugel soll komplett zur Verfügung gestellt werden.