Großes Vertrauen in die Schlüchterner Jungs

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Die neue Mitte der Bergwinkelmetropole Schlüchtern nimmt Formen an. Vergangene Woche haben die Bauherren des Obertor-Centers, Peter und Stefan Jökel, mit ihrem Ankermieter, der Kreissparkasse Schlüchtern, Richtfest gefeiert.
Große Fenster, eine enorme Deckenhöhe und viel Beton kennzeichen das Erdgeschoss des Hauptgebäudes. Doch die Sparkasse wird nicht allein im Neubau sein. Wohnungen entstehen, Büros und Einzelhandel werden ebenfalls die Attraktivität der Schlüchterner Innenstadt steigern. „Die Fassade wird noch in diesem Jahr fertig sein. Wir gehen davon aus, dass das Gesamtprojekt im Frühjahr 2023 abgeschlossen wird“, sagte Peter Jökel. Er bezifferte die Kosten auf rund 19 Millionen Euro. „Wir wollen und werden die Neue Mitte gestalten.“
Bereits vor fünf Jahren habe es erste Gespräche mit den Verantwortlichen der Sparkasse gegeben. Die Entscheidung, dass das Bauunternehmen Jökel das Areal kaufe, baue und die Sparkasse für ein Vierteljahrhundert als Ankermieter einziehe, sei schließlich Anfang 2019 gefallen. Die langjährige Vertrauensbasis und gute Zusammenarbeit hätten das Großprojekt überhaupt erst ermöglicht.
„Das sind Schlüchterner Verhältnisse. Wir kennen uns und vertrauen uns. Und damit ist schon alles gesagt“, meinte Sparkassenvorsitzender Torsten Priemer. Dem fügte Winfried Ottmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Kreissparkasse, hinzu: „Die Verkaufsentscheidung damals war nur möglich, wenn man Partner hat, auf die man sich voll und ganz verlassen kann.“ Das sei bei den Schlüchterner Jungs Peter und Stefan Jökel der Fall.
Landrat Thorsten Stolz sprach von 100 Millionen Euro, die in die ehemalige Kreis-, Schul und Gesundheitsstadt Schlüchtern fließen. „Nur Wohnen geht nicht. Einzelhandel allein auch nicht. Man muss das Projekt auch in Kombination mit dem Langer-Areal, dem Kultur- und Begegnungszentrum sehen“, betonte der Landrat. Bürgermeister Matthias Möller zitierte den Informatiker Alan Kay, der sagte: „Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.“
Den Richtsspruch trug Jökel-Bau-Polier Marcel Enzmann vor. Darin hieß es: „Die heutige Zeit zeigt ihr Gesicht, ein Dach aus Holz, das seht ihr nicht. Stattdessen waren Beton und Stahl für den Architekten erste Wahl. Mit großer Müh‘ und vielem Fleiß, mit Muskelkraft und Schweiß – aber auch mit Sachverstand dieser neue Bau entstand …“