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Der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis hat im Rahmen des Projektes „Bergwinkelgrün“ zum zweiten Mal zum Wettbewerb „Wer hat die Schönste im ganzen Land?“ aufgerufen.
Mitmachen konnten Landwirte, deren bewirtschaftete Wiesen im Bergwinkel liegen. Das Ziel der Wiesenmeisterschaft ist, den Einsatz der Bewirtschafter zu würdigen und hervorzuheben. Sie tragen durch ihre vorbildliche extensive Bewirtschaftung zum Erhalt des artenreichen Grünlandes bei.
Die Teilnehmer, die ihre Wiesen so bewirtschaften, dass eine große Artenvielfalt herrscht und besondere Arten vorkommen, wurden ausgezeichnet.
Gewinner des 1. Preises (500 Euro) ist Benedikt Jobst. Auf seiner Weise in Steinau-Ürzell sind besonders viele Arten und seltene und geschützte Pflanzen wie etwa die Heidenelke, die stängellose Kratzdistel und der Deutsche Ginster zu finden.
Über den 2. Preis (300 Euro) freute sich Gerhard Bohnert, der die Kirschwiesen in Steinau-Marjoß bewirtschaftet. Diese Wiese ist eine ehemalige Wässerwiese mit sehr vielen und besonderen Arten wie das Zittergras, der Teufelsabbiss und die Teufelskralle. Typisch ist, dass der Standort sehr vielfältig ist und daher sowohl feuchte, wie auch eher trockenheitsliebende Arten vorkommen. Eigentümerin ist Irmgard Schultheis, die sehr auf die naturschutzverträgliche Pflege achtet.
Den 3. Preis (200 Euro) erhielt Uwe Kretschmann. Seine Wiese „Am Stein“ im Schlüchterner Stadtteil Elm enthält als besondere Arten das große Zweiblatt, das Zittergras und die stängellose Kratzdistel.
Darüber hinaus wurde auch wieder ein Ehrenpreis vergeben. Dieser ging an Carsten Lamm, der eine besonders artenreiche Wiese am Weißbach im Schlüchterner Stadtteil Gundhelm bewirtschaftet. Es handelt sich um ein Freizeitgrundstück mit Obstbäumen, einer Benjeshecke und Nistmöglichkeiten für Insekten und Vögel. Naturmodule bereichern und unterstützen die Artenvielfalt.
Auch in diesem Jahr war die Bewertung der eingereichten Anmeldungen nicht einfach, denn die Ergebnisse lagen erneut sehr eng beieinander. Begutachtet wurden die Wiesen von einem Juryteam, bestehend aus dem Landschaftspflegeverband und dem Amt für Landwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises. Die Kriterien waren gefundene Artenanzahl, ob die Wiese einen strukturierten Aufbau mit vielen Blühpflanzen hat, ob es Zeigerpflanzen für Magerkeit des Bodens gibt und ob seltene und geschützte Pflanzen vorhanden sind
Den Preisträgern gratulierten Karsten Dill vom Amt für Landwirtschaft in Vertretung der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler, Barbara Fiselius, Geschäftsführerin und Fritz Dänner, Vorstandsmitglied des LPV sowie die Projektmitarbeiterinnen Maren Nowak und Mascha Werth sowie Franz-Josef Jobst, Kreisvorsitzender des NABU.
Neben dem Preisgeld erhielten die Gewinner jeweils eine Urkunde und ein Hinweisschild, das sie an ihrer Wiese aufstellen können. Gefördert wird der Wettbewerb von der Kreissparkasse Gelnhausen.