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Der Verein für Tourismus und Wirtschaftsförderung (VTW) geht neue Wege. Statt der auf die Brunnenpassage begrenzten Gewerbeschau, organisierte der VTW mit einem Tag der geöffneten Unternehmen eine innovative Möglichkeit der Firmenpräsentation. Unter dem Motto „Wir zeigen‘s allen!“ luden die teilnehmenden Ladengeschäfte und Dienstleister alle Interessierten ein. Etliche Firmen präsentierten ihre Angebote im Rahmen des Sonntagsmarkts auf dem Blauen Platz, andere erwarteten die Besucher in ihren Geschäftsräumen. Für den Transfer zu den einzelnen Unternehmen war ein Shuttlebus eingerichtet.
„Man hat sich neu erfunden, und dennoch viel Bewährtes beibehalten“, lobte Bürgermeister Dominik Brasch. Dies sei gelebte Wirtschaftsförderung. Er dankte den VTW-Organisatoren, besonders Joachim Schmidt und Maike Ovens, die unter anderem das Logo, den Flyer und die Website entwickelt hatten, von den teilnehmenden Unternehmen ein Video gedreht, Social Media gepflegt und Werbung in den Printmedien sowie im Radio geschaltet hatten.
Der Verein lebe von der Mitwirkung seiner Mitglieder, brachte VTW-Vorsitzender Dieter Holk zum Ausdruck. „Wir sind ein gutes Stück vorangekommen“, freute er sich über die jüngste Entwicklung des VTW.
Die teilnehmenden Unternehmen hatten sich in der Tat einiges einfallen lassen, um den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen ihrer Unternehmen zu ermöglichen.
Die Arbeit eines Uhrmachers erklärte Torsten Flechtner von Juwelier Uhren-Wolf. In einer Schauwerkstatt vor seinem Geschäft demonstrierte er den Besuchern die Funktion eines Uhrwerks.
Eine begehbare Optiker-Werkstatt mit Vorführungen, etwa das Schleifen von Brillengläsern, präsentierte Optik May in der Bad Sodener Straße.
Unter dem Leitspruch „Von der Gastwirtschaft zum Haus für New Work“ dokumentierten Joachim Schmidt und Maike Ovens anhand einer umfangreichen Ausstellung den Werdegang des ehemaligen Traditions-Gasthauses „Zur Hoffnung“ in der Brückenstraße, das künftig unter dem Namen „Das Wolf“ als Zentrum für moderne Arbeitsformen fungieren soll.
Kreative Handarbeit war auf dem Dippenmarkt bei „Kinzigkeiten“ gefragt. Lina Richter-Agostini und ihr Team leiteten Workshops für große und kleine Teilnehmer. Aus alten Gläsern entstanden zum Beispiel schöne Windlichter.
In etlichen Firmen, etwa beim Unternehmen Maxworx in der Brückenstraße, dem Mobil der Spessart Therme, im Fitness-Studio Aktivita und im Autozentrum Ries hatten junge Leute direkt vor Ort Gelegenheit, sich über entsprechende Ausbildungsberufe zu informieren. Die KIZ Unternehmensgruppe gewährte Einblicke ins Unternehmen und stellte den Beruf des Architekten vor.
Bei Zieglers Reisewelt drehte sich das Glücksrad, besonders die Kinder hatten dabei ihren Spaß. Ralf Balter und sein Team von der SV Sparkassenversicherung hatten einen Aktionstag für große und kleine Besucher organisiert.
Zweirad Donnecker bot Probefahrten mit verschiedenen Fahrradmodellen an, während die Bikeschmiede Ahl zu geführten Mountainbike-Touren startete. Kosmetik Ott stellte eine neue, eigene Produktlinie vor, Schuhhaus Hartung präsentierte ebenfalls neue Modelle, die Geschenkläden „Tante Emma wohnt“ und Trendhaus Enders boten eine breite Palette hübscher und praktischer Artikel an. Beratung stand bei Promedica Plus, im Schmetterling Reisebüro, im Bestattungshaus Ruppel im Zentrum.
Kulinarisch verwöhnten das Restaurant „Haus am Park“, die Spezerei mit ihrem Weinmobil am Blauen Platz und die Vinothek ErstREBENswert in Salmünster als Teilnehmer die Besucher.
Gegen Ende der Veranstaltung zogen die Unternehmer eine positive Resonanz. Maike Ovens, die sich bereits bei etlichen teilnehmenden Unternehmen umgehört hatte, berichtete von überwiegend zufriedenen Stimmen. Besonders profitierten Unternehmen und Besucher von der dezentralen Ausrichtung des Aktionstages, denn so sei eine gezielte Beratung, Betreuung und ein intensiverer Austausch möglich gewesen.
Die Firmenvertreter der teilnehmenden Unternehmen trafen sich am Abend zu einem Resümee-Gespräch auf dem Blauen Platz, zogen Bilanz und berieten über die Ausrichtung in 2024.