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Die Hamm Klinik Bellevue in Bad Soden-Salmünster wurde als familienfreundlicher Betrieb im Main-Kinzig-Kreis ausgezeichnet.
Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler überreichte die Anerkennungsurkunde und erklärte: „Mit dieser Auszeichnung möchten wir das ganz besondere Engagement der Klinik als Arbeitgeber würdigen. Als Gesundheitsdezernentin höre ich täglich, wie sehr Kliniken darum ringen, Personal zu gewinnen und zu halten. Wenn Menschen gern in der Pflege oder in Bereichen eines Klinikbetriebes arbeiten wollen, dann kommt es darauf an, ihnen Arbeitszeitmodelle zu bieten, welche zu ihrem Leben passen. Die Klinik Bellevue hat hier besondere Anstrengungen unternommen.“
Arbeitszeitmodelle, die zum Leben der Menschen passen – genau dort setzt die Kultur des Unternehmens an: „Das Leben ist dynamisch, persönliche Situationen ändern sich manchmal rasant und ganz generell ändern sich die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter und Bewerber im Verlauf der Jahre“, erklärt Janina Grant, Kaufmännische Leitung der Fachklinik für onkologische (Anschluss)-Rehabilitation.
Deshalb wird jenseits von starren Dienstplanmodellen fast alles möglich gemacht. Das Interesse der Klinikleitung besteht darin, eine langfristige Bindung der Mitarbeiterschaft zu erreichen. Vor allem die individuellen Familiensituationen finden Berücksichtigung in der Arbeitszeitgestaltung.
Ob Elternzeit, Teilzeit, Wiedereinstieg oder Anpassung an Betreuungszeiten – die Klinik versucht je nach Möglichkeiten, individuelle Lösungen zu schaffen, um ein langfristiges Arbeitsverhältnis zu sichern. Auch eine Pflegesituation kann jede Familie unverhofft treffen. Hierbei kann der Arbeitgeber durch seine gute Vernetzung vor Ort im Netzwerk für Gesundheit Main-Kinzig Hilfestellung geben und Kontakte vermitteln.
Eine der größten Vereinbarkeitshürden zwischen Beruf und Privatleben sind für Familien häufig die langen Sommerferien. Doch auch hier hat die Hamm Klinik Bellevue mitgedacht und übernimmt für Kinder von Angestellten die Teilnahmekosten an den örtlichen Ferienspielbetreuungen.
Die Vertreterinnen des Familienbündnisses MKK, bestehend aus Grit Ciani, kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Ruth Hohage, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit, und Ilona Frei, Referentin für Beruf und Familie der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, lobten die oben genannten Angebote als ein Beispiel, wie Familienfreundlichkeit gelingen kann. Im Haus sei allgemein eine vertrauensvolle Atmosphäre und gute Stimmung deutlich spürbar, was für große Offenheit und Freundlichkeit spreche.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Klinikleitung und der Geschäftsführung berichteten ihren Besucherinnen vom besonderen Teamgedanken aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unternehmenserfolg und gute berufliche Leistungen seien nur möglich, wenn private Sorgen auch an der Arbeit offen kommuniziert und diesen mit Empathie und Lösungshilfen begegnet werde. Wichtig sei dabei, dass alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen. Auf diese Weise habe sich selbst während der herausfordernden Zeit des Corona-Lockdowns eine enorme Dynamik und Hilfsbereitschaft zwischen allen Abteilungen sowie den Kolleginnen und Kollegen entwickelt.
Die Schwierigkeit, medizinisches und Dienstleistungspersonal zu gewinnen, bestehe oftmals darin, sich unter den vielen Stellenanbietenden abzuheben. „Wenn die Menschen aber erst einmal bei uns im Haus sind, dann überzeugen wir sie meist direkt“, erklärt Janina Grant
Als sichtbares Zeichen der Anerkennung erhielt die Geschäftsleitung eine Urkunde mit Auszeichnungssiegeln. Zukünftig darf der Betrieb bei der Fachkräftegewinnung und Präsentation des Hauses mit dem familienfreundlichen Label werben.
Informationen zur Aktion „Familienfreundlicher Betrieb im MKK“ gibt es im Internet. Es können sich Unternehmen jeder Größenordnung bewerben oder von ihren Beschäftigten vorgeschlagen werden.