Weitere Impfzentren öffnen am 9. Februar

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„Endlich haben die Menschen im Landkreis Klarheit, die sich impfen lassen wollen. Endlich haben auch wir und unsere Teams in den regionalen Impfzentren Klarheit, wann wir in Hanau und Gelnhausen den Impfbetrieb hochfahren dürfen“: So hat die Kreisspitze die Ankündigung des hessischen Innenministers Peter Beuth kommentiert, ab Dienstag, 9. Februar, auch die anderen 22 regionalen Impfzentren in Hessen zu öffnen.
Der Kreis begrüße ausdrücklich, „dass das Land Hessen doch noch auf die Linie von Landkreisen, Städten und Gemeinden eingeschwenkt ist“, heißt es von Landrat Thorsten Stolz, Erster Kreisbeigeordneter Susanne Simmler und Kreisbeigeordnetem Winfried Ottmann, „der gemeinsame Einsatz für die Region hat sich also gelohnt“.
Das Land Hessen kam damit einer der Forderungen nach, die der Main-Kinzig-Kreis und alle anderen hessischen Landkreise erhoben hatten. Frühzeitig sollte nicht nur in sechs Impfzentren geimpft werden, sondern auch in der Fläche durch eine Öffnung aller 28 Zentren. „Das kommt nun mit drei Wochen Verspätung, aber immerhin wird es nicht zum Dauerzustand, dass Maintaler ebenso wie Sinntaler Seniorinnen und Senioren bis nach Frankfurt in die Festhalle fahren müssen, um ihre Impfung gegen das Coronavirus zu erhalten“, erklärt Landrat Thorsten Stolz.
Der Main-Kinzig-Kreis hatte seit Wochen – gemeinsam mit allen hessischen Landrätinnen und Landräten, mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus dem Kreisgebiet sowie der Bürgerschaft – auf die Öffnung aller Impfzentren gedrängt, direkt zum Start der zweiten Impfphase an diesem Dienstag (19. Januar). Die Kreisspitze um Landrat Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann hatte das zum einen damit begründet, dass die Infrastruktur in der Hanauer August-Schärttner-Halle und der Gelnhäuser Turnhalle der Kreisrealschule seit Mitte Dezember bereitstehe. Zum anderen hatte sie auf die weiten Anfahrtswege verwiesen.
Wer nicht selbst oder durch private Unterstützung ins Impfzentrum nach Frankfurt fahren kann, kann sich ein Taxi nehmen und die Kosten zurückerstatten lassen. Das Land Hessen hatte dazu noch ein leicht handhabbares Verfahren angekündigt. Das sei wichtig, und vor allem gehe es um schnelle Verfahren, denn jede ältere Bürgerin und jeder ältere Bürger gehe bei den mitunter hohen Fahrtkosten in Vorleistung, betont die Kreisspitze. Hier gelte es nun, Vertrauen zurückzugewinnen durch eine unbürokratische Übernahme der Kosten. „Bei diesem Punkt muss jetzt schnellstens noch Klarheit geschaffen werden“, sagt Landrat Stolz. Im Namen des Kreisausschusses bedankt er sich derweil bei den Bürgerinnen und Bürgern, „die uns als Landkreis in den vergangenen Tagen in der klaren Haltung zu den Impfzentren unterstützt und auch eine entsprechende Petition mitunterzeichnet haben“.
Wer für die Fahrt zum Impfzentrum ein Taxi benötigt, findet auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises mkk.de (CoroNetz/Marktplatz) eine Auflistung mit regionalen Unternehmen.