Text_2

Große Rasen- oder Pflanzenflächen finden sich oft in direkter Umgebung von Unternehmen. Lagerhallen, Produktionsstätten oder Büroaußenanlagen zieren sich mit einheitlichem Grün.
Allerdings: Auf Rasen, im Kirschlorbeer oder in Thujahecken finden heimische Insekten keine Nahrung. Besser sind Bepflanzungen mit heimischen Kräutern, Stauden, Sträuchern.
Bereits seit geraumer Zeit nimmt Bad Soden-Salmünster am Programm „Main-Kinzig blüht“ teil, einer Kooperation der Unteren Naturschutzbehörde des Main-Kinzig-Kreises mit dem Landschaftspflegeverband Main-Kinzig. In allen Stadtteilen hat die Stadt Blühflächen errichtet und so dem Insektenschutz zu einem großflächigen Start verholfen. „Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger tun es uns gleich. Artenvielfalt und Insektensterben ist mittlerweile bei allen angekommen und wird ernst genommen. Nun gehen wir mit Unternehmen den nächsten Schritt“, berichtete Bürgermeister Dominik Brasch im Gespräch mit Jörg Schmitz, der als Erstkontakt im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde Unternehmen besucht.
Im Rahmen des Programms „Unternehmen blühen auf“ fördert der Kreis die Beratung und Planung durch Fachberaterinnen und unterstützt nun auch Unternehmen, ihre Flächen in insektenfreundliche Blühwiesen umzuwandeln. Dabei liegt der Fokus zunächst auf Flächen über 1 000 Quadratmetern; auch Neubauareale seien interessant.
In Bad Soden-Salmünster sei der Golf- Club Spessart bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und viele weitere Unternehmen würden sicher folgen, so Bürgermeister Brasch. „Für die Erhaltung und Steigerung der Artenvielfalt können wir gar nicht genug Blühwiesenbotschafter haben“, betont Jörg Schmitz abschließend. „Die Bürgermeister leisten hierbei wichtige Vermittlungsarbeit und bauen die Brücke zu lokalen Unternehmen und Vereinen.“ Infos und Kontakt unter www.unternehmen-bluehen-auf.de.