Frag doch mal die Stadt

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650 Bürger haben sich am vergangenen Samstag im Erdgeschoss des Kaufhauses Langer über die richtungsweisenden Projekte in der Bergwinkelmetropole Schlüchtern informiert.
Unter dem Motto „Frag doch mal die Stadt“ traten die Menschen in den Dialog mit den Bediensteten, ansässigen Unternehmern und Planern und erhielten detaillierte Beschreibungen über die geplante Neugestaltung des Langer Areals, den Abriss und Neubau der Kreissparkasse, die Modernisierung der Filiale der VR Bank Fulda unter den Linden, das Generationenwohnen in der Krämerstraße und die CI-Factory von Engelbert Strauss auf dem Distelrasen.
Die Bauverwaltung stellte die beiden Neubaugebiete „Brunkenberg“ (Schlüchtern) und „Brückengrund“ (Wallroth) vor. Privaten Immobilienbesitzern hatte André Fries, Projektmitarbeiter Aktive Kernbereiche, Fördermöglichkeiten für die Fassadenerneuerung präsentiert. Die Stadt Schlüchtern präsentierte sich als moderner und attraktiver Arbeitgeber.
Bürgermeister Matthias Möller hob hervor, dass sich die Schlüchterner nicht nur für die Innenstadt und Großprojekte interessierten. „Wir müssen uns auch um kleinere Vorhaben kümmern. Dazu zählen die Infrastruktur in den Stadtteilen, Gehwege und Instandhaltung der Dorfgemeinschaftshäuser. Es herrscht eine gute Stimmung im Stadtgebiet. Da müssen wir alle Einwohner mitnehmen.“
Über die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm informierte Thomas Rau von der Stadtverwaltung. Ende März hätten bereits Ortsbegehungen in allen Stadtteilen exklusive der Innenstadt stattgefunden, bei der die Dorfgemeinschaften mit den Vertretern der Verwaltung, des Landkreises und dem beauftragten Planungsbüro die künftige Entwicklung der Stadtteile diskutiert hätten. Kerstin Baier-Hildebrand stellte die verschiedenen Betreuungsangebote von der Kindertagesbetreuung bis zur Seniorensprechstunde vor. Auch die Neustrukturierung des Kultur- und Vereinswesens rücke in den Fokus. Für die Main-Kinzig-Kliniken gab Geschäftsführer Dieter Bartsch einen Einblick in aktuelle Projekte.
Bei all den positiven Entwicklungen schwebt aber weiterhin das Damoklesschwert über dem Bergwinkel mit dem neuen Arbeitstitel ICE Trasse 4.2. Es sei zu befürchten, dass die Bahn mit der Ostumgehung und der Niederzeller und der Riedbachbrücke in das Raumordnungsverfahren gehe wolle, so Möller.
„Bei den jüngsten Gesprächen haben zumindest einen Teilerfolg erzielt. Die Riedbachbrücke soll 300 Meter kürzer werden. Und bei Höhe und Länge der Niederzeller Brücke ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen“, betonte der Rathauschef. Während der Veranstaltung sicherte er rund anwesenden 40 Mitgliedern der Bürgerinitiative Oberes Kinzigtal die volle Unterstützung des Magistrates und der städtischen Gremien zu.