Betten, Absaugpumpen und Transportliegen für die Ukraine

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Die Main-Kinzig-Kliniken engagieren sich aktiv für die humanitäre Hilfe in der Ukraine und unterstützen die Stadt Bad Soden-Salmünster mit einer umfangreichen Spende an medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterialien. Die Sachgüter im Wert von rund 40.000 Euro werden dringend in Tschortkiw, der ukrainischen Partnerstadt der Stadt Bad Soden-Salmünster, benötigt.
Die Initiative wurde durch eine Anfrage aus der ukrainischen Partnerstadt an den Bürgermeister von Bad Soden-Salmünster, Dominik Brasch, ins Leben gerufen. In enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Bauhof von Bad Soden-Salmünster konnten die Main-Kinzig-Kliniken kurzfristig die gespendeten Hilfsgüter zusammenstellen. Zu den gespendeten medizinischen Geräten zählen unter anderem Betten, Absaugpumpen und eine Transportliege, ergänzt durch Verbrauchsmaterialien.
„Als Krankenhaus tragen wir Verantwortung – nicht nur für unsere Patientinnen und Patienten vor Ort, sondern auch darüber hinaus,“ betont Christian Quack, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken, und ergänzte: „Viele medizinische Einrichtungen in der Ukraine stehen unter enormem Druck. Wenn wir mit dieser Spende dazu beitragen können, dass Krankenhäuser dort weiterhin Menschen versorgen können, dann ist das für uns eine Selbstverständlichkeit.“
Die gespendeten Geräte und Materialien stammen aus dem regulären Austauschprozess der Kliniken. Durch die regelhafte Umstellung auf modernere Systeme sind bestimmte Medizingeräte nicht mehr einsetzbar, aber dennoch voll funktionsfähig. „Dass diese nun in einer Region genutzt werden, in der sie dringend gebraucht werden, freut uns sehr“, so Quack weiter.
Bürgermeister Dominik Brasch dankte Christian Quack und seinem Team ausdrücklich für ihre wertvolle Unterstützung: „Das Engagement der Main-Kinzig-Kliniken zeigt, dass wir gemeinsam viel bewegen können.“
Die Spendenaktion ergänzt eine Reihe von Hilfsmaßnahmen, die Bad Soden-Salmünster seit der Gründung der Partnerschaft mit Tschortkiw im Jahr 2023 auf die Beine gestellt hat. Bereits zuvor wurden mit Unterstützung des Bundesministeriums für internationale Zusammenarbeit unter anderem ein Kleinbus für Dialysepatienten, eine Schulküche und ein mobiles Röntgengerät an die ukrainische Stadt übergeben. „Dies ist bereits die dritte Förderung, die wir im Sinne der Partnerschaft organisieren“, berichtete Brasch. „Genau das war unser Ziel unserer Verbindung: eine langfristige Unterstützung, die sowohl durch wiederkehrende Hilfsgütertransporte als auch durch die Stärkung der Verbindung zwischen den Menschen in Bad Soden-Salmünster und den ukrainischen Bürgerinnen und Bürgern lebt.“
Dass diese Partnerschaft mehr ist als reine Hilfe, zeigt sich auch im Zusammenwachsen der Gemeinschaften. „In kleinen Schritten ist es gelungen, eine ukrainische Community in unserer Stadt zu entwickeln, die sich immer mehr mit unserer Gemeinschaft vernetzt“, hob Brasch hervor. „Es ist beispielsweise schön zu sehen, wie sich unsere Senioren freuen, wenn sie aus der ukrainischen Community heraus Folkloretrachten und -tänze kennenlernen können. Dieses besondere Miteinander ist etwas, auf das wir stolz sind und das wir weiter fördern möchten.“
Auch Landrat Thorsten Stolz, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Main-Kinzig-Kliniken, zeigte sich beeindruckt von der Aktion: „Die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor notwendig – heute vielleicht sogar mehr denn je. Umso wertvoller ist das Engagement der Stadt Bad Soden-Salmünster und ihrer Partner. Ich freue mich, dass die Main-Kinzig-Kliniken sich so kurzfristig und unkompliziert beteiligen.“ Zudem betonte er: „Über den Main-Kinzig-Kreis verteilt gibt es viele private Initiativen, die von der ersten Stunde bis heute Hilfe leisten. Dass diese Aktionen weiterhin stattfinden, ist von enormem Wert. Danke an alle, die sich hier engagieren!“
Dies bestätigte auch Brasch: „An diesem Hilfsgütertransport haben sich mehrere Kommunen aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis beteiligt. Diese breite Unterstützung zeigt, dass unser Engagement auf offene Ohren und helfende Hände stößt. Dafür sind wir sehr dankbar.“
Die Spenden werden nun vom Bauhof Bad Soden-Salmünster gesammelt, organisiert und in die Ukraine transportiert. Bürgermeister Brasch: „Natürlich wird dies nicht das letzte Projekt dieser Art sein, das wir auf die Beine stellen. Unsere Partnerschaft mit Tschortkiw ist auf Langfristigkeit ausgelegt, und wir werden uns weiterhin mit ganzer Kraft für die Menschen in der Ukraine einsetzen.“
Die Main-Kinzig-Kliniken setzen mit dieser Initiative ein klares Zeichen der Solidarität und zeigen, dass Hilfe keine Grenzen kennt. So waren sich Stolz und Quack abschließend einig: „Gerne unterstützen wir auch die kommenden Aktionen.“