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Tausende Zaungäste – viele davon in einfallsreichen Kostümen – haben am vergangenen Sonntag den farbenfrohen Faschingsumzug des Schlüchterner Carneval Clubs bejubelt und ausgelassen und friedlich die fünfte Jahreszeit gefeiert. Pünktlich um 14.01 Uhr setzte sich der närrische Lindwurm mit 46 Zugnummern in Bewegung. Die Stadtkapelle führte stimmungsvoll den Zug an und warb musikalisch für ihr Konzert „Frauenkrams und Machosachen“. Die Huttener Karnevalisten machten auf die Festivitäten im Juli zum 100-jährigen Bestehen des Freibades aufmerksam.
Ein närrisches Glanzlicht setzten die Wallrother „Wellbooe“ mit ihren Präsidenten-, Elferrats-, Prinzen- und Diamentengarde, den Showtanzgruppen „Dance-Girls“, „Mini-Hoppers“ und „Chordulas“. So konnten die Gäste am Straßenrand den Eindruck gewinnen, halb Wallroth ist in Schlüchtern auf den Beinen. Da hielten nur die Schlüchterner „Spätzünder“ mit ihren Knallbonbons, Glühwürmchen, Konfettis, Knallfünkchen, Rasselbande, Zündfunken, Elferrat, Traut Euch-Sängern, Peinlichen Eltern und dem Männerballett erfolgreich dagegen. Die „Mottgerser Klemper“ zogen mit einem zwölf Meter langen Gespann durch die Gassen und beschallten die Närrinnen und Narren lautstark.
Den wohl schönsten Motivwagen stellten allerdings die Sterbfritzer Turner mit ihren Love-, Peace- und Helau-Hippies. Wie immer war die 1. Große Brückenauer Karnevalsgesellschaft in großer Besetzung mit Prinzessinnen Luzie I. und Lisa I., tanzenden Cousinen, Teenie-Garde, Prinzengarde, Elferrat und Tanzmariechen Melina Häusler dabei. Ebenso wie der Motivwagen der Kloburschen (Top Gun), der Herolzer Bloo (Wikinger), die Niederzeller Clown-Frauen und ein sportlicher Club der Kalte-Markt-Präsidenten beim lustigen Spiel der Narretei.
Dazu tragen in erster Linie die eingespielten Moderatorenteams Harald Fuhrmann, Ralf Hoffmann und Björn Urbach am Rathaus und Dietmar Keidel und Jörg „Toaster“ Schlögl mit ihren markanten Sprüchen bei.
Wer die schlagfertigen Cowboys Keidel und Schlögl schon einmal live in Bestform erlebt hat, kann auf die langweiligen Kommentare bei den Rosenmontagsumzügen in Köln, Düsseldorf und Mainz gerne verzichten. Wir sind doch nicht bei der Tagesschau, sondern beim Faschingstreiben mit Herzblut im Bergwinkel. Auf der After-Zug-Party in der Stadthalle war wie immer der Teufel los. Schnapsleichen und Trunkenbolde waren da aber keine zu finden. „Alles im grünen Bereich“, meldete die Polizei.