Das himmlische Aroma der Arabica

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Klare Stimmen durchfluten den Raum, getragen von Klavierklängen. Auf der Bühne setzen graziöse Tänzerinnen das Lied „Follow my Footsteps“, das Elisabeth Lass hingebungsvoll singt, in Szene.
Mit der Aufführung des Musicals „Arabica“ ist der Big Band des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums, dem Oberstufenchor und dem Ballettsaal Monica Opsahl eine Glanzleistung gelungen. An der komplexen und anspruchsvollen Show hatten die Schüler seit Schuljahr-Beginn intensiv gearbeitet. Zwei umjubelte Aufführungen waren am Wochenende der verdiente Lohn.
„Ich kann mir kaum bessere Möglichkeiten vorstellen, die Kinder auf die Probleme der Kinder aufmerksam zu machen und die Wahrheiten der globalen ökologischen Welt zu lehren, als durch Musicals von Peter Rose und Anne Conlon“, zitierte Bandleader Franz-Josef Schwade Sir David Attenborough. „Ein anspruchsvolles Musical braucht professionelle Begleitung“, sagte Schwade. Und die hatte er gefunden im Chorleiter und Pianisten Alexander Jacobi, der Musikpädagogin Natalia Schmerfeld und Choreographin Monica Opsahl.
In 21 szenischen Aufzügen intonierten die Sänger und Musiker die Entdeckung der Kaffeebohne, die Probleme der Kaffeebauern und die teuflische Vermarktung an den Börsen, um am Ende festzuhalten, dass jeder humane Gedanke die Welt verändert.
Chiara Alt und David Münzberger besangen bei „Khaldi, the Goatherd“ die aufputschende Wirkung der Kaffeekirsche bei einem Ziegenbock. Leonie Loleit zelebrierte mit „Coffee Arabica“ den Siegeszug der Kaffeebohne. Michelle und Elisabeth Lass begeistern mit dem Song „Follow my Steps“. Mit musikalischer Unterstützung Händels Feuerwerkmusik rühmte das Lied „Cantata Espresso“ die Leistungen des Komponisten, der in sieben schlaflosen Nächten nur durch die belebende Wirkung von reichlich Kaffeegenuss seinen Messias komponierte.
Die virtuelle Gesangsinterpretation wurden harmonisch untermalt von tänzerischen Zwischenspielen und gefühlvollen Ausdruckstänzen.
Sprecherin Anna-Katharina Deichmann führte die Zuhörer souverän durch die Aufführung. „Arabica schaut auf den Kaffeehandel und zeigt, wie die Länder der Dritten Welt von den Industrienationen zu Schachfiguren im Spiel ums große Geld gemacht werden.“
Dass insgesamt 180 Akteure auf der Bühnen standen, war den Auftritten der Bambini Big Band unter Leitung von Claudia Jonas und der Junior Big Band unter dem Dirigat von Annalena Schwade geschuldet. Die 36 Musiker der fünften und sechsten Klassen entführten die Zuhörer majestätisch und pompös in die Welt der Pharaonen und bewiesen beim „Rhythm of the World“, dass sie richtig Rhythmus im Blut haben. Die Mittelstufenmusiker erzählten die märchenhafte Geschichte von Aladdin und Lawrence von Arabien.