Sorgenkind Ciprian zwölf Stunden operiert

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Dem 6-jährigen Sorgenkind Ciprian Sandor vermittelte das Hilfswerk „Das kunterbunte Kinderzelt“ am Universitätsklinikum Marburg medizinische Hilfe.
Ciprian wohnt in einer Roma-Siedlung von Gheorgheni/Rumänien, einer 20 000-Einwohnerstadt am Rande der Karpaten/Siebenbürgen. Er wurde mit gravierenden Missbildungen an beiden Händen, zusammengewachsenen Fingern und fast abgestorbenen Fingeransätzen, geboren. Der Junge konnte praktisch nichts greifen.
In Rumänien würde Ciprian nicht eingeschult. Weil aber Schulbildung der Weg in eine bessere Zukunft ist, wurde das „kunterbunte Kinderzelt“ aktiv. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms „Schmetterling” ist die Familie Sandor schon bekannt. Durch einen Paten in Deutschland, der monatlich 30 Euro spendet, bekommt das Kind jeden Monat durch das „kunterbunte Kinderzelt“ ein großes Paket mit Grundnahrungsmitteln wie Nudeln, Mehl und Zucker, das aber für viele Familien in der bitterarmen Bevölkerung auch die Basisversorgung darstellt. Die Familien werden wöchentlich besucht, und so kann in Notfällen schnell reagiert werden. Die Patenkinder und ihre Familien vertrauen den Kinderzelt-Mitarbeitern durch ihre Zuwendung und Aufmerksamkeit.
Im November holte man den Patienten in Begleitung seines Vaters Csaba Sandor nach Deutschland und ließ ihn am Universitätsklinikum Marburg untersuchen. Dr. Dario Zovko, der stellvertretende Direktor und leitende Oberarzt, der bereits schon einige Kinderzelt-Sorgenkinder behandelte, wagte mit seinem Team die nötige, schwierige Operation. Zwölf Stunden dauerte die Operation, bei der drei Finger getrennt, die Durchblutung bei allen Fingern wieder hergestellt und durch fünf Transplantationen (Haut aus der Leiste entnommen) Finger „normal gestaltet“ wurden.
Die Kosten in Höhe von 7 500 Euro konnten durch großzügige Spenden des Lions Club Schlüchtern-Bergwinkel, der Hermann-Pusch-Stiftung und der Bauunternehmung Jökel beglichen werden. Das Vital-Zentrum Ruppert stellte kostenfrei einen speziellen Narbenkompensationshandschuh zur Verfügung. Nach dem einwöchigen stationären Aufenthalt in der Marburger Uni-Klinik wohnte Ciprian Sandor mit seinem Vater in Hohenzell in einer Mitarbeiterwohnung des „kunterbunten Kinderzeltes“.
Kurz vor Weihnachten durfte Ciprian Sandor nach Hause, um das Fest im Kreise seiner Familie feiern zu können. Bei der durchgeführten Weihnachtspäckchen-Aktion 2016, bei der 6 434 gespendete Päckchen in Rumänien persönlich verteilt wurden, entdeckte man das nächste Sorgenkind. Ein Kleinkind, das unbedingt medizinische Hilfe benötigt. Spenden erbittet „Das kunterbunte Kinderzelt“ deshalb schon jetzt (Spendenkonto: IBAN: DE62 5305 1396 0000 0888 88, BIC: HELA DEF1 SLU.
Kontakt für Informationen: Telefon (06664) 9110288, Internet: www.daskunterbuntekinderzelt.de, www.facebook.com/kinderzelt.