Modernes Raumkonzept auf historischem Schlossgelände

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Der Landtagsabgeordnete Michael Reul (CDU) hat die Kita Wasserschlösschen in Bad Soden-Salmünster besucht und sich über Konzeption, Alltag und Perspektiven der Einrichtung informiert. Die Kindertagesstätte in privater Trägerschaft des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) betreut derzeit vier Gruppen; eine fünfte Gruppe befindet sich in Planung.
Begleitet wurde Reul von dem heimischen Bundestagsabgeordneten Johannes Wiegelmann, dem ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten Uwe Häuser sowie dem Bürgermeister der Stadt Bad Soden-Salmünster, Dominik Brasch. Ebenfalls anwesend waren Stadtverordnetenvorsteher Erwin Faulstrich und Stadtverordnete Christiane Schreiber. Empfangen wurde die Delegation aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik von Einrichtungsleiterin Melanie Hagenbach, der stellvertretenden Leiterin Rebekka Noll sowie Nicole Rademacher, Gesamtleitung des CJD-Verbunds Hessen.
Das Areal blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Der Gebäudekomplex auf dem alten Schlossgelände, das unter Ensembleschutz steht, stand zunächst leer; anschließend diente er als Unterkunft für Geflüchtete, insbesondere für unbegleitete minderjährige Jugendliche. Ab 2021 folgte eine vollständige Neukonzeption der bestehenden Räumlichkeiten. Melanie Hagenbach hat die gesamte Konzeptionsphase begleitet und führte die Gäste entsprechend detailliert durch die Einrichtung.
Die Räume sind hell und großzügig geschnitten, ein Teil von ihnen lässt sich modular nutzen und damit flexibel an unterschiedliche Gruppengrößen, Betreuungsformen und pädagogische Angebote anpassen. Zugleich sind historische Elemente erhalten und selbstverständlich in den Alltag eingebunden – etwa die alte Holztreppe im Haupthaus der Kita, die bestens in das neue Raumkonzept integriert werden konnte. Namensgebend für die Einrichtung ist das kleine Wasserschlösschen mit seiner Kapelle in der Mitte des Areals.
Im benachbarten Gästehaus ist zudem betreutes Wohnen für Jugendliche untergebracht. Diese Nachbarschaft von Kindertagesbetreuung und Jugendhilfe an einem Ort entspricht dem Gesamtkonzept des CJD und trägt im Alltag beider Bereiche.
Offen sprachen die Verantwortlichen auch über aktuelle Herausforderungen. Dazu zählen die Erweiterung des Angebots im Außenbereich, etwa durch einen Bauwagen, sowie die Gewinnung von qualifiziertem Personal – ein Thema, das Einrichtungen in ganz Hessen beschäftigt. Die Vergabe der Betreuungsplätze erfolgt über zentrale Wartelisten, die das Rathaus der Stadt Bad Soden-Salmünster führt.
„Hier ist auf einem denkmalgeschützten Gelände eine Kindertagesstätte entstanden, die modernen pädagogischen Ansprüchen genügt, ohne ihre Geschichte zu verleugnen – das ist alles andere als selbstverständlich“, so Michael Reul zum Abschluss des Besuchs. „Mein Dank gilt allen, die diese Entwicklung möglich gemacht haben – dem Träger, der Stadt und vor allem dem Team, das die Kinder hier Tag für Tag begleitet.“