Ein Nachmittag mit vielen Gesprächen
Ein herrlicher Blick über die Elmer Landschaft, Vogelgezwitscher und gelegentlich das Brummen eines Traktors: Der Nirgels erwies sich als idealer Ort für das diesjährige Sommerfest der Naturschutzfreunde Elm (NSFE). Zum ersten Mal feierte der Verein sein traditionelles Grillfest auf der dortigen Streuobstwiese, die der Naturlandstiftung gehört und gemeinsam von der Naturlandstiftung und den Naturschutzfreunden gepflegt wird.
Auf das klassische Grillen musste in diesem Jahr allerdings aufgrund der anhaltenden Trockenheit verzichtet werden. Für kulinarischen Ersatz war dennoch bestens gesorgt: Leberkäse und Würstchen vom Metzger Lenz sowie ein reichhaltiges Kuchen- und Salatbuffet, zu dem die Mitglieder selbst beigetragen hatten, ließen keine Wünsche offen.
Doch nicht nur das Essen sorgte für gute Stimmung. Bei sommerlicher Atmosphäre entwickelte sich ein abwechslungsreicher Nachmittag mit vielen Gesprächen. Es wurde gelacht, diskutiert und über Natur, Landschaft und die kleinen und großen Fragen des Alltags gesprochen.
Als Gäste konnte der Verein Dietmar und Waltraud Bähr von der Naturlandstiftung begrüßen. Neben Geselligkeit und Natur kam auch ein aktuelles Thema zur Sprache, das die Menschen in der Region beschäftigt: das geplante Energiewerk im Schlüchterner Gewerbegebiet.
Bei den Anwesenden wurde insbesondere die Frage diskutiert, ob es sinnvoll sei, sich über viele Jahre an eine Energieversorgung mit Gas zu binden. Auch die möglichen Auswirkungen auf das Landschaftsbild beschäftigten die Teilnehmer. Auch das Problem der Kühlung sei im Zuge der zunehmenden Trockenheit ein ernst zu nehmendes Thema.
Die Naturschutzfreunde sahen hier noch zahlreiche offene Fragen und wünschten sich eine transparente Information der Bevölkerung. Denn bei einem Projekt dieser Größenordnung gehe es letztlich nicht nur um technische und wirtschaftliche Aspekte, sondern auch um die Zukunft der Region und den Umgang mit ihrer Landschaft.
Auch beim praktischen Naturschutz wollen die NSFE weiterhin aktiv bleiben. Am Samstag, 31. Oktober, steht am Nirgels gemeinsames Heckenschneiden auf dem Programm. Helfende Hände sind willkommen.
