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Besucher der Kinzigtalsperre müssen sich in den kommenden Monaten auf Einschränkungen einstellen. Wie der Wasserverband Kinzig in einer Pressemitteilung informiert, wird die Asphaltdichtung des Staudamms umfassend erneuert. Aus diesem Grund bleibt der Weg über den Staudamm voraussichtlich bis Ende Oktober 2026 vollständig gesperrt.
Nach Angaben des Wasserverbands konnte mit den Arbeiten begonnen werden, nachdem die erforderliche Genehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt Ende Juni vorlag. Während der Bauzeit kommen schwere Baumaschinen und weitere technische Geräte zum Einsatz. Zudem müssen in einzelnen Bereichen Geländer und Absturzsicherungen vorübergehend entfernt werden.
Der Verband weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass das Betreten des abgesperrten Baustellenbereichs lebensgefährlich ist. Absperrungen und Warnhinweise dürften keinesfalls umgangen oder entfernt werden. Durch die Sperrung ist eine vollständige Umrundung des Stausees bis zum Abschluss der Bauarbeiten nicht möglich. Besucher werden gebeten, ihre Ausflüge entsprechend zu planen und ausschließlich die freigegebenen und ausgeschilderten Wege zu nutzen. Auch die Freizeiteinrichtung „Ardeas Seenwelt“ ist von den Arbeiten betroffen. Für die Sanierung wird der Wasserstand des Stausees planmäßig um rund 3,50 Meter abgesenkt. Dadurch kann unter anderem der Tretbootverleih vorübergehend nicht stattfinden. Der Wasserverband betont in seiner Pressemitteilung, dass der niedrige Wasserstand nicht auf die anhaltende Trockenheit zurückzuführen sei, sondern im Zusammenhang mit den Bauarbeiten stehe.
Wie der Verband weiter mitteilt, schützt die Asphaltdichtung den Staudamm und ist für den sicheren Betrieb der Kinzigtalsperre von zentraler Bedeutung. Bereits im Jahr 2014 wurde der nördliche Abschnitt der Dichtung nach rund 35 Betriebsjahren erneuert. Nun wird auch der südliche Teil saniert, nachdem dieser nach rund 47 Jahren seine altersbedingte Nutzungsgrenze erreicht hat.
Für die Maßnahme investiert der Wasserverband nach eigenen Angaben rund drei Millionen Euro. Ziel sei es, die Betriebssicherheit und Lebensdauer der Kinzigtalsperre dauerhaft zu erhöhen und den Hochwasserschutz weiter zu stärken. Trotz der Bauarbeiten werde die Talsperre ihre Aufgaben beim Hochwasserschutz und bei der Niedrigwasseraufhöhung während der Bauzeit uneingeschränkt erfüllen, heißt es in der Mitteilung.