Ein außergewöhnlicher Vormittag erwartete die Kinder der Kita „Die Arche” in Niederzell: Imker Michael Sperzel besuchte die Einrichtung und nahm alle drei Gruppen mit auf eine spannende Reise in die Welt der Honigbienen. Er gestaltete seinen Besuch mit viel Geschick für die unterschiedlichen Altersstufen. Während er den Kindern der U3-Gruppe die Grundlagen kindgerecht und mit einfachen Worten näherbrachte, ging er bei den Ü3-Kindern bereits ins Detail. Zum Einstieg stellte er den älteren Kindern knifflige Fragen wie „Wie lange lebt eigentlich eine Bienenkönigin?” oder „Wie lange leben Arbeiterinnen?” und sorgte damit gleich für eifriges Mitdenken. So erfuhren die Kleinen, was ein Bienenstock überhaupt ist, während die Größeren mehr über den Aufbau von Bienenkästen, die Struktur der Bienenwaben und das Leben der Bienenkönigin lernten.
Auch das Zusammenspiel von Arbeiterinnen, Drohnen und Königin im Bienenvolk sowie der Weg vom Nektar zum fertigen Honig waren Themen, die die Kinder mit großen Augen verfolgten. Anschließend wurde es auch ganz praktisch. Sperzel zeigte den Kindern echte Bienenkästen und ließ sie einen Blick auf die Ausrüstung eines Imkers werfen. Besonders viel Spaß hatten die Kinder dabei, selbst einmal in die Rolle eines Imkers zu schlüpfen – mit Imkerhut und Imkerjacke ausgestattet, fühlten sie sich gleich wie kleine Profis. Auch ein Räuchermännchen, das Imker traditionell zur Beruhigung der Bienen einsetzen, durfte bestaunt werden. Der absolute Höhepunkt des Besuchs: Einige besonders neugierige und unerschrockene Kinder durften Bienen-Drohnen, die bekanntlich nicht stechen, vorsichtig auf die Hand nehmen. Mit sichtlicher Begeisterung und ein wenig Aufregung spürten die Kinder die kleinen Insekten auf ihrer Haut. Anschließend durften sie die Drohnen behutsam auf Blumen setzen und so beobachten, wie sich die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung bewegen. Das Interesse der Kinder war während des gesamten Besuchs außerordentlich groß, es wurde gestaunt, nachgefragt und genau hingeschaut. Auf Rückfrage waren sich die Kinder einig: Höhepunkt des Vormittags war es, eine Drohne ganz nah und direkt auf der eigenen Hand spüren zu dürfen. Nicht nur die Kinder profitierten von dem Besuch: Auch die Erzieherinnen nahmen einiges Neues über Bienen und die Imkerei mit. So wurde der Vormittag zu einem lehrreichen Erlebnis für Groß und Klein gleichermaßen. Mit diesem Besuch ist es Michael Sperzel gelungen, den Kindern auf anschauliche und altersgerechte Weise die Bedeutung der Bienen für unsere Natur näherzubringen ein Erlebnis, das sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
