Unzählige Tulpen und Narzissen sprießen in diesem Frühjahr an drei Ortseingängen von Steinau aus dem Boden. Rot und gelb leuchtend grüßen sie Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, die sich an der Farbenpracht am Wegesrand erfreuen.
Burkhard Rohatsch, Leiter des städtischen Bauhofs, und Vorarbeiter Chris Engelhardt, hatten die Idee, die Rasenflächen am Friedhof, an der Alten Bahnhofstraße der Ilse-Wolf-Straße in Felder für Frühlingsblüher zu verwandeln und damit gestalterisch tätig zu werden. In der niederländischen Firma Lubbe Lisse wurde ein Partner für die Umsetzung gefunden, der auf Landschaftsgestaltung von öffentlichen Einrichtungen und Grünanlagen spezialisiert ist.
Nachdem der städtische Bauhof den Rasen gemäht hatte, brachten die Niederländer im November letzten Jahres Tausende Blumenzwiebeln in die Erde ein – und zwar in kürzester Zeit. Eine Pflanzmaschine entfernte die Grasmatte und streute die Blumenzwiebeln darunter, anschließend wurden die Rasenstücke zurückgelegt.
Die so genannte „Osnabrück Mischung“, die in die Erde eingebracht wurde, bringt im Februar lilafarbene, weiße und gelbe Krokusse hervor, im März und April folgen Narzissen und Tulpen.
„Die Flächen werden bis zum Juni stehenbleiben, erst dann werden sie von uns gemäht“, blicken Rohatsch und Engelhardt in den Frühsommer. Die Mäharbeiten beginnen, wenn das Laub der Tulpen vollständig vergilbt und verwelkt ist. So können die Blumenzwiebeln genügend Energie für die Blüte im nächsten Jahr sammeln – und die Steinauerinnen, Steinauer und ihre Gäste sich erneut an einer großen Blütenpracht erfreuen.



