In Wahlkampfzeiten heißt es oft „Gestalten statt verwalten“. Auf den Vorstand und Musikausschuss (Vertretung der Dirigenten) des Chorverbandes Main-Kinzig (cvmk) treffe dieses Motto generell zu – auch und insbesondere im Jahr 2026. Dies sagt cvmk-Geschäftsführer Klaus Ritter nach einer gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Musikausschuss im Aufenauer Gasthaus „Zur Quelle“.
Die cvmk-Gremien legen jederzeit großen Wert darauf, den 80 Mitgliedsvereinen im Main-Kinzig-Kreis und angrenzenden Regionen nicht nur mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, sondern auch mit Veranstaltungen Perspektiven zu eröffnen, heißt es zum Selbstverständnis des Verbandes. Als „echten Höhepunkt“ bezeichnet Vorstandssprecherin Silke Wirth das Chorfestival, das in Zusammenarbeit mit dem Gesangverein Frohsinn Bad Soden am letzten Maiwochenende (ab Freitag, 29. Mai) in der Kurstadt organisiert wird. Bestandteile dieses Festivals sind die cvmk-Konzertabende „Nacht der Chöre“ und „Kleine Chöre – große Klänge“. Die „Nacht der Chöre“ hat die Besonderheit, dass an drei verschiedenen Orten zeitgleich kompakte Konzerte stattfinden, die wiederholt werden. So haben Besucher die Chance, mit einem zwischenzeitlichen Ortswechsel ihr persönliches Konzertprogramm zusammenzustellen. Es ist vorgesehen, in Bad Soden die beiden Kirchen und das Spessart-Forum für das Ereignis zu nutzen. Als Traditions-Veranstaltung ist mittlerweile das Format „Kleine Chöre – große Klänge“ zu bezeichnen. Alljährlich nutzen kleinere Chöre des cvmk die Gelegenheit, sich in ansprechendem Rahmen zu präsentieren. Neu im Programm: Für Schulchöre soll in Abstimmung mit den zuständigen Behörden eine Auftrittsmöglichkeit als Festival-Auftakt für den Freitagvormittag geschaffen werden. Eine Chor-Matinee (anlässlich des Jubiläums 160 Jahre Männerchor Frohsinn Bad Soden) rundet das Programm am Sonntag ab. Zu den cvmk-Veranstaltungen des Jahres zählen ein Workshop mit Bernhard Wolfsgruber am Samstag, 7. März und der Musikerlebnistag für Kinder am Samstag, 14. November. Ritter wies darauf hin, dass den Mitgliedsvereinen für deren eigene Veranstaltungen Hilfsmittel wie Bühnen- und Chorpodeste, Beschallungsanlagen und E-Pianos zur Verfügung gestellt werden. Vorstand und Musikausschuss blicken mit Zuversicht voraus: Zwar gebe es weiterhin Vereine, die an Nachwuchsmangel leiden, andererseits aber steige die Zahl junger Menschen, die sich für den Chorgesang begeistern. Silke Wirth: „Je aktiver ein Verein ist, desto attraktiver ist er für neue Sänger.“
