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Bei all‘ den unschönen Dingen, die gerade in der Welt vor sich gehen und einer Weltlage fern des Gleichgewichts gilt es zusammenzuhalten und Friede und Demokratie als einzig rechten Weg zu erklären. Vielleicht sogar sollte man ein bisschen an Märchen glauben und selbst im Kleinen – als Kleinstadt – als Vorbild fungieren!
Genau unter diesem gedanklichen Ansatz, der alle geladenen und anwesenden Gäste vereinte, fand der Neujahrsempfang 2026 der Stadt Steinau statt.
In den Räumen des Brüder-Grimm-Hauses begrüßten Bürgermeister Christian Zimmermann sowie Museumsleiterin Stefanie Dallmann nicht nur Landrat Thorsten Stolz, sondern auch Stadträte, Ortsbeiräte, Benjamin Schäfer als Geschäftsführer der Deutschen Märchenstraße, Künstler, Vertreter des Geschichtsvereins und Stadtführer, Ehrenbürger sowie Vertreter aus Industrie und Handel und mit Matthias Möller den Bürgermeister der Stadt Schlüchtern.
Dank galt allen Bürgern und Beschäftigten der Stadt Steinau. Jeder und jede habe seinen Teil zu einem leistungsstarken Jahr 2025 beigetragen. „Alle im Jahr 2025 anstehenden Projekte konnten fertiggestellt werden“, berichtete Zimmermann in seiner Ansprache. Es sei gelungen, in den Jahren 2021 bis 2025 sechs neue Kita-Gruppen aufzubauen. Schließlich solle Steinau weiterhin für Familien attraktiv und lebenswert bleiben. Durch viele neue Arbeitsplätze aufgrund der Entwicklungen im Industriegebiet sei das gelungen. Im Hinblick auf den Schulumbau der Brüder-Grimm-Schule auf dem Weg zur Ganztagsbetreuung habe man sich 2025 über große Fortschritte freuen dürfen. Steinau setze alles daran, die Vereinbarkeitsfrage für Familien zu lösen, versprach Zimmermann, der die gute Zusammenarbeit mit dem Bauamt Gelnhausen hervorhob. „Steinau bleibt am Leben“, zeigte er sich zuversichtlich. Vielmehr als das solle Steinau längerfristig über seine Grenzen hinaus bekannt werden und strahlen. Mit der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Bergwinkel sei man dabei auf dem besten Weg, war Bürgermeister Zimmermann überzeugt.
Besonders gerne erinnerten sich alle Anwesenden an das 50-jährige Jubiläum der Katharinenmarktmeister im vergangenen Jahr, als auch an den Weihnachtsmarkt, der nach langer Zeit auch wieder im Amtshof stattfand. Große Wertschätzung brachte Bürgermeister Christian Zimmermann allen Ehrenamtlichen der Stadt Steinau entgegen und dankte insbesondere dem Ersten Stadtrat Dietmar Broj, der im vergangenen Jahr den Landesehrenbrief erhalten hatte.
Doch auch der Jugend gegenüber sei Wertschätzung und Anerkennung entgegenzubringen. Es gelte, die Jugendarbeit, sei es im Turnverein, bei der Feuerwehr oder auf dem Fußballplatz, weiter zu fördern. Im Anschluss an seine Rede überreichte Steinaus Stadtoberhaupt einen besonderen Preis an Aline Müller, die beim Schulwettbewerb „Freude am Schreiben“ den zweiten Platz gewonnen hat und damit vorlebt, dass gerade in der Jugend sehr viel Potential steckt. Ihre außergewöhnliche Leistung wurde mit einer Jahreskarte für die Steinauer Freibäder honoriert.
Positiv falle das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Bereiche auf, betonte Landrat Thorsten Stolz im Anschluss an Zimmermanns Rede. Vieles sei in Bewegung, das sei deutlich zu spüren und auch in Zahlen belegten es. Allein der Landkreis plane Neuinvestitionen in die Schulen in Höhe von 363 Millionen Euro. 6,5 Millionen Euro davon plane man für Steinau ein. Weiter ausgebaut werde das Glasfasernetz mit einer Summe von 270 Millionen Euro. Davon würden insbesondere die Steinauer Stadtteile profitieren. Die Main-Kinzig-Kliniken würden gestärkt – zudem plane man den Aufbau einer geriatrischen Tagesklinik in Schlüchtern.
Steinau gelte als einer der wichtigsten Orte an der Märchenstraße, so Benjamin Schäfer, der eigens für den Neujahrsempfang aus Kassel angereist war.Er bezeichnete die Stadt als „unersetzliches Kleinod“.
Auf viele Highlights im Jahr 2025 blickte Museumsleiterin Stefanie Dallmann zurück. Die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Künstlergesellschaft, das neue Konzept des Roten Sofas sowie die Erstaufführung des Brüder-Grimm-Musicals seien nur einige Beispiele. Die Anwesenden spürten, die Leidenschaft der Museumsleiterin für ihre Aufgabe. Gerne erinnerte sich Dallmann auch an das Märchenbrunnenfest und dankte in diesem Zusammenhang Laura Fuchs, der ersten Märchenkönigin der Stadt Steinau, für ihr Engagement. Über die Wiedereröffnung des Museums Steinau freue man sich besonders, so Dallmann, die dem Museumsverband Hessen für die finanzielle Unterstützung dankte. Viele neue Formate seien für 2026 geplant. All‘ dies würde nur durch die Zusammenarbeit – durch die Berührung – mit Anderen entstehen.
Gelegenheit zu Berührung und Austausch gab es im Anschluss an die Ansprachen reichlich. Bei Häppchen und Sekt konnten Zukunftsvision vertieft, Zusammenhalt gelebt und gemeinsame Pläne geschmiedet werden.