Wenn Heimatgeschichte sichtbar und greifbar wird: Wiedereröffnung des Museums Steinau
Nun war es so weit: Das Museum Steinau öffnete nach langer Schließung wieder seine Pforten. Und das musste gebührend gefeiert werden!
Während draußen ein kalter Wind blies, wurde es den geladenen Gästen im Foyer des Museums warm ums Herz. Dazu trug nicht nur die musikalische Untermalung, hervorragend umgesetzt von Diana Schmitz am Saxofon, bei, sondern auch die Freude darüber, dass ein wichtiges Ziel nach eineinhalb Jahren erreicht wurde.
Die Besuchersicherheit war der Grund, warum das Museum geschlossen bleiben musste. Eines der Hauptziele für dieses Jahr war es, die betreffenden Mängel zu beheben und das Museum Steinau wieder zu öffnen: Dieses Vorhaben ist gelungen.
Das Museum Steinau sei nicht nur eine Stätte, die den Geschichtsverein Steinau beherberge, sondern auch „unsere DNA“, so Bürgermeister Christian Zimmermann zu Beginn der feierlichen Wiedereröffnung.
Der Vorstand des Geschichtsvereins Steinau, Gerd Euler, blickte in seiner Ansprache auf die Eröffnung des Museums im Jahr 2006 zurück und sprach seinen Dank den Gremien der Stadt Steinau aus.
Es sei auch die Mischung aus Dauer- und Sonderausstellungen, die das Haus so besonders machen – und nicht zuletzt die vielen wertvollen Exponate, welche es im Museum zu bestaunen gibt. Gerade die Ausstellung über die Steinauer Krugbäcker sei etwas Besonderes und Einzigartiges. Für die Zukunft sei es eine bedeutende Mission Heimatgeschichte sichtbar und greifbar zu machen, so Euler und vor allem die Leidenschaft – die Flamme – weiterzutragen.
Die Wiedereröffnung des Museum Steinau sei eine absolute Herzensangelegenheit unterstrich auch Museumsleiterin Stefanie Dallmann in ihrer Rede. Innerhalb der Jahresfrist ist sei gelungen, ein so wichtiges Vorhaben umzusetzen.
Das Museum sei als Lupe zu verstehen, mache es doch eine Epoche voller Umbrüche sichtbar. Schließlich verdeutliche das in der ehemaligen Amtshofscheune beheimatete Museum, welches Abenteuer das Reisen zur Zeit der Brüder Grimm bedeutete. Immerhin lag Steinau an der Via Regia, der wichtigen Handelsstraße zwischen Frankfurt am Main und Leipzig.
Das Museum und auch die Stadt Steinau seien ein Stück lebendige Geschichte und jedes der ausgestellten Exponate erzähle eine ganz eigene Geschichte, fuhr Dallmann fort.
Ganz besonders stolz mache sie der enge Dialog zwischen dem Museum und dem Brüder-Grimm-Haus und die tatkräftige Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen des Museums.
Im Anschluss an die Feierlichkeit hatten alle Besucher Gelegenheit, das beeindruckende Gebäude wiederzuentdecken und sich von den dort ausgestellten Kostbarkeiten Geschichten erzählen zu lassen.
Zukünftig wird das Museum in den Wintermonaten Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr geöffnet sein und von April bis Oktober von 11 bis 17 Uhr.







