Eine musikalische Reise durch die Elemente: Abschlusskonzert des „Chores auf Zeit“

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Zu einem besonderen Konzert hatte die Chorgemeinschaft Vorwärts Steinau in die evangelische Reinhardskirche geladen. Denn wenn Musik als die universale Sprache der Welt verbindet und Menschen eine Leidenschaft teilen, dann sollte das auch gebührend gefeiert werden.
Und dass viel Leidenschaft, Herzblut und Engagement den „Chor auf Zeit“ durch eine spannende Zeit führten, davon konnten sich die Besucher an jenem Abend überzeugen. Nach sieben Monaten Probezeit war es so weit und unter dem Motto „Erde-Wasser-Feuer-Luft, die vier Elemente in Musik, Literatur und Kunst“ bot sich den Zuschauern ein bunt gemischtes Programm, welches quer durch alle Genres der Chormusik die Stimmung des jeweiligen Elements einfing.
Die vier Elemente als göttliche Macht tragen uns Menschen durchs Leben, hieß es gleich zu Beginn jenes einzigartigen Konzertes. Und eine musikalische Reise durch die Elemente begann.
Diese wurde künstlerisch auf beeindruckende Art von den Schülern der Max-Wolf-Schule in Schlüchtern ausgestaltet und die Werke durften während des Konzertes bestaunt werden. Ebenfalls erstaunt richteten sich die Köpfe der Zuschauer nach allen Seiten, war der Chor doch gleich beim ersten Lied zuerst nicht auffindbar – und überraschte mit dem Kanon „Evening rise“ von der Empore der Kirche aus.
Passend zu jedem Element durften literarische Texte nicht fehlen, die nochmals die Bedeutung von Wasser, Feuer, Luft und Erde unterstrichen.
Lauschten die Zuschauer erst andächtig Theodor Storms „Meeresstrand“, so mussten diese nur wenige Minuten später beim „Drunken Sailor“, vom „Chor auf Zeit“ mit viel Schwung vorgetragen, heimlich schmunzeln.
Es folgten Texte wie „Das Feuer“ von James Krüss oder auch „Die Erde“ von Christian Morgenstern – immer wieder aufgelockert von den unterschiedlichsten Liedern von modern bis altbekannt.
Für große Begeisterung unter den Gästen sorgte das Trio der Familie Hubert, das die engagierten Sänger und Sängerinnen durch den Abend begleitete.
Tatiana Hubert, national und international tätige Pianistin und mehrfach ausgezeichnet, begleitete einige Stücke am Flügel. Besonders faszinierten das Publikum allerdings die beiden Brüder Manfred und Arnold Hubert.
Beide sind trotz des jungen Alters von 10 und 15 Jahren äußerst talentierte Musiker und bereits mehrfach ausgezeichnete. Sie begeisterten unter anderem mit Vivaldis „Gewitter“ aus „Die vier Jahreszeiten“ an der Violine.
Der Projektchor, bestehend aus 42 Sänger und Sängerinnen von Fulda bis Frankfurt, sei in den letzten Monaten sehr zusammengewachsen und habe viel lernen können, wurde in abschließenden Worten betont. Der tosende Applaus im Publikum bestätigte diese Einschätzung.
Sicher waren sich alle Anwesenden einig, dass das stete Engagement des jungen Chorleiters Jonas Wolf, der als Sänger in vielen renommierten Chören des Rhein-Main-Gebietes aktiv ist, zu dem besonderen Erfolg beigetragen hat. AL