„Die 90 Prozent wollen wir in allen Stadtteilen knacken“
Jetzt geht es weiter mit dem Gigabit-Ausbau in den Schlüchterner Stadtteilen. Der Reihe nach schließt die Breitband Main-Kinzig GmbH gleich fünf Orte an das Glasfaser-Netz an: Breitenbach, Wallroth, Klosterhöfe, Niederzell und Elm. Wer sich seinen Anschluss noch nicht gesichert hat, muss sich beeilen: Für Wallroth ist in Kürze Bestellschluss.
„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das die Bürgerinnen und Bürger in uns setzen. Die Quoten sind wirklich hervorragend. Wir haben in jedem der fünf Stadtteile mindestens die 88-Prozent-Marke geknackt“, sagte Breitband-Aufsichtsratschef Jannik Marquart.
Die Quoten in den fünf Stadtteilen können sich tatsächlich sehen lassen: Breitenbach liegt bei 88,64 Prozent, Wallroth bei 94,29 Prozent, in Klosterhöfe sind es 96,08 Prozent, Niederzell hat eine Bestellquote von 88,66 Prozent und Elm 91,67 Prozent.
Von den insgesamt gut 270 Millionen Euro, die in den Gesamtausbau im Main-Kinzig-Kreis fließen, landeten allein 70 Millionen Euro in den drei Bergwinkel-Kommunen Schlüchtern, Sinntal und Steinau an der Straße.
Der Spatenstich fand im Stadtteil Breitenbach statt, weil es dort schon in Kürze mit den Hausbegehungen das zuständige Tiefbau-Unternehmen TBG Bau losgeht. Auch die Tiefbau-Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.
Die Hausbegehungen seien eine wichtige Voraussetzung für den Ausbau, betonte Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth: „Ohne die Begehungen geht es nicht. Denn hier wird mit dem Hauseigentümer oder der Hauseigentümerin abgeklärt, wo genau das Glasfaser-Kabel ins Gebäude eingeführt werden soll.“
Leider könnten in Breitenbach nicht alle Gebäude an das Glasfaser-Netz angeschlossen werden, erläuterte Roth weiter: „Da machen uns die Förderbedingungen einen Strich durch die Rechnung.“ Der geförderte Ausbau sei nur dort möglich, wo kein Privatunternehmen ausbauen möchte und wo nicht bereits Glasfaser- oder Koaxialkabel liegen. Letzteres ist in Breitenbach der Fall. Selbst Gebäude, an denen das Koaxialkabel nur vorbeiführt („Homes passed“), gelten laut Förderrichtlinie derzeit als versorgt. „Wir setzen uns stark dafür ein, dass sich das ändert“, betonte Roth.
Als nächster Stadtteil ist dann Wallroth an der Reihe. Auch dort geht es bereits in diesem Jahr mit den Hausbegehungen los. Die Bestellfrist endet am 19. Dezember. Die Tiefbauarbeiten sollen im Frühjahr 2026 starten.
Anschließend folgen die Ortsteile Klosterhöfe, Niederzell und Elm. Start soll ebenfalls im nächsten Jahr sein.
Erster Stadtrat Reinhold Baier unterstrich beim Spatenstich: „Es ist immer gut, wenn sich etwas in Schlüchtern tut. Wir sind froh über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Breitband Main-Kinzig und mit dem Tiefbauunternehmen TBG Bau, das bislang nur gute Arbeit geleistet hat.“ Auch die Stadt Schlüchtern beteilige sich finanziell an dem Vorhaben, erläuterte Baier: „Wo es sinnvoll ist, nutzen wir die Gelegenheit, um die Gehwege neu zu pflastern.“ BWB
