AGS Architekten haben neuen Jugendraum für Stadt Steinau geplant
Jetzt kann mit Blick auf den Kumpen gespielt, getobt, gelesen und gelernt werden: Die Stadt Steinau hat zusammen mit AGS Architekten aus einer alten Wohnung in der Brüder-Grimm-Straße ein schönes und belebtes Jugendzentrum gemacht. Da in der ersten Etage des Gebäudes zuvor eine Privatwohnung untergebracht war, mussten die Räumlichkeiten zunächst an die Ansprüche der Kinder- und Jugendarbeit angepasst werden. Dabei sei es zum einen um die Gebäudeinfrastruktur gegangen, zum anderen auch um behördliche Anforderungen, betont Steinaus Bürgermeister Christian Zimmermann: „Es gelten zum Beispiel ganz andere Kriterien in den Bereichen Schall- und Brandschutz. Dafür haben wir einen Experten gesucht, der sich zusammen mit unserem Bauamt um die Planung und Umsetzung kümmert.“ Der Rathauschef zeigt sich sehr glücklich, dass das in Steinau ansässige Architekturbüro AGS Architekten die Ausschreibung gewonnen hatte: „Die Wege waren kurz, wir hatten stets einen direkten Ansprechpartner, es wurde sich immer um unsere Anliegen gekümmert. Wir haben sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet. Genauso muss es sein.“ Matthias Goltz, der gemeinsam mit seinem Vater Alfred Goltz die Geschäfte des Architekturbüros AGS Architekten führt, unterstreicht das: „Es war ein wirklich spannendes Projekt. Es ist immer etwas Besonderes, wenn wir in unserer Heimat tätig sein dürfen.“ Bevor es mit der Ausschreibung und den Arbeiten losging, hat die Stadt zusammen mit der Hochschule Fulda zunächst eine umfangreiche Bedarfsanalyse durchgeführt. Besonders die gebürtige Steinauerin Judith Ommert, an der Hochschule in Fulda Professorin für Soziale Arbeit, habe sich enorm eingebracht und sei eine starke Förderin der Jugendarbeit in der Märchenstadt, betont Bürgermeister Zimmermann. Und Matthias Goltz lobt besonders die Tatsache, dass sich die Stadt nicht für einen Neubau entschieden hat, sondern gezielt in ein Bestandsgebäude gegangen ist. Die Umwidmung einer alten Wohnung in einen brandneuen Jugendraum sei ein perfektes Beispiel für nachhaltiges Handeln, sagt Matthias Goltz: „So werden Gebäude revitalisiert, Baukosten gesenkt, Leerstand vermieden, der Fußabdruck kleingehalten und Flächen klüger genutzt.“ Genau dieses Tätigkeitsfeld sieht Goltz als eines der Steckenpferde von AGS Architekten. Er überschreibt dies mit dem Begriff „Wohnraum+“. Goltz: „Wir bieten Eigentümern neue Perspektiven und zeigen, was im Bestand alles möglich ist. Das ist uns gemeinsam hier bei der Gestaltung des Jugendraums super gelungen. Es geht aber genauso gut auch bei Privathäusern, in Dachgeschosswohnungen, in alten Ladengeschäften, bei Sanierungen, An- oder barrierefreien Umbauten.“ Und wie sieht das neue Jugendzentrum nun aus? Die Kinder und Jugendlichen haben jetzt eine Chill-Ecke, Platz zum Hausaufgaben machen, sie können sich beim Darts, Air Hockey oder Kicker messen, Bücher lesen, Gesellschaftsspiele spielen und an der Konsole zocken. Büroräume für die Sozialarbeitenden wurden eine Etage tiefer ebenfalls komplett saniert und neu eingerichtet. Anna Becker, Leiterin des Jugendzentrums Steinau, ist jedenfalls sehr froh über das neue Jugendzentrum: „Wir fühlen uns sehr wohl in unseren neuen Räumlichkeiten. Und noch viel wichtiger: Das Angebot wird von den Kindern und Jugendlichen super angenommen. Hier ist immer etwas los.“ Nähere Infos zum Jugendzentrum Steinau gibt’s online unter steinau.de.
